Aufruf

Mal ehrlich, geht ihr gern zur Schule? Ein Großteil von euch wird dies vielleicht mit einem Ja beantworten, schließlich geht es dabei ja um Eure Zukunft. Doch seid ihr wirklich gern in der Schule?

Im Idealfall empfindet jeder Schüler dies so und sieht Schule nicht als eine quälende Pflicht auf dem Weg in einen Beruf oder ein Studium. Was genau die Probleme sind, die Schule eben nicht zu dem schönen Ort des Lernens machen, sind hinlänglich bekannt.

Jeder hat schon etwas von der PISA-Studie gehört und von schlauen Leuten die über Bildungsreform reden – Veränderungen, doch was genau habt ihr denn an Veränderungen mitbekommen? Einheitliche Lehrpläne, ein Zentralabitur, Abitur in nur 12 Jahren?

Weshalb sollte man z.B. nicht gleiche Vorraussetzungen schaffen für alle Schüler? Eine Schulform reicht vollkommen aus, wieso Gesamtschule/Hauptschule, Realschule und noch das Gymnasium? Je nachdem welche Schule ihr besucht, ist euer weiterer Weg in den Beruf oder das Studium schon eingeschränkt oder erschwert.

Wie sieht Euer Unterricht aus? Steht der Lehrer immernoch vor Euch und erzählt Euch den Lehrstoff, während ihr in Reihen sitzt und dem lauschen müsst, was der Lehrer – nach irgendwelchen Plänen in bestimmten 45-Minuten-Einheiten – vermittelt haben muss?

Es gibt viele alternative Möglichkeiten des Lernens und des Vermittelns von Wissen, doch werden sie genutzt? Nein, denn die Voraussetzungen dafür sind denkbar schlecht. Zu große Klassen, zu wenig Lehrer, gestresste Lehrer, fehlende oder alte Materialien. Wer von euch kennt diese Situationen denn nicht? Und ihr seid sicherlich auch nicht gerade stressfreier, gerade diejenigen unter euch die ihr Abitur nun in 12 Jahren machen sollen und weitaus mehr Zeit in der Schule verbringen.

Das sind nur einige der Dinge die in der Bildung nicht stimmen. Aber habt ihr die Möglichkeit da mitzureden? Betrifft es nicht gerade euch Schüler? Mehr Sagen, mehr Beteiligung, wenn es um Eure Belange geht – das muss Ziel sein!

→ Noten abschaffen
→ Weg mit dem G8 Abitur (Abi in 12 Jahren)
→ Mehr Beteiligung (Demokratisierung des Bildungssystems)
→ Weg mit dem mehrgliedriegen Schulsystem
→ mehr Lehrer
→ kleinere Klassen
→ keine Bildungsgebühren

Zu diesem Zwecke findet vom 15. Juni – 19. Juni die Bildungsstreikwoche statt. Höhepunkt soll der 17. Juni werden wo bundesweit Demonstrationen stattfinden werden.


1 Antwort auf „Aufruf“


  1. 1 Hirse 11. Juni 2009 um 22:59 Uhr

    Ich bin schon einige Jahre aus der Schule, aber den Streik für besser Bildung unterstütze ich, allerdings hoffentlich ohne Randale, sondern mit Argumenten und Ideen.

    Viel Erfolg, Gruss Hirse

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